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Anstatt Kleinkram Freude schenken

21. DEZEMBER 2017
 

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Pulli: alt von meiner Mama (Noname) • Rock: Ralph Lauren (Celestine 165€ - Gr. 36-38) • Schuhe: Manolo Blahnik  • Tasche: H&M

Freude schenken muss man nicht mit Materiellem – am dankbarsten sind die meisten von uns für Gesten und nicht Dinge!

Weihnachten steht vor der Tür und ich hab bei Celestine im Achten noch den perfekten Rock für euer Outfit am Vierundzwanzigsten gefunden. Auf Bildern glänzt er so schön, dass er den Weihnachtsfotos ein richtig tolles Highlight verpasst. Ich habe ihn mit einem alten Rollkragenpulli meiner Mama und einer H&M Tasche kombiniert, die ich gekauft habe als ich zwölf war (also vor genau 10 Jahren). Da bei mir niemals alles perfekt zusammenpassen darf, mussten meine blauen Manolos mal wieder herhalten. Die Idee mit dem Shooting kam mir ganz spontan, als ich gerade mit meinem Freund unterwegs war, deshalb hat er mir diesmal den Fotografen/Instagram-Husband gemacht.  Aber genug von Outfit und Shooting  -  heute geht’s um das, was unter dem Christbaum liegt bzw. nicht liegt.

Das ganze Jahr über Freude schenken

Da viele von euch vermutlich gerade im Weihnachtsstress sind, wollte ich euch mal dabei helfen einen Gang runterzuschalten. Genießt die Zeit, in der alles funkelt und nach Punsch und gebrannten Mandeln riecht, anstatt euch auf der vollgestopften Mahü deppat zu machen. Die meisten meiner Freunde sind totale Grinches, die Weihnachten hassen. Sie mögen es aber eigentlich nur nicht, weil es sie stresst, die richtigen Geschenke für ihre dreißig nahsten Bekannten zu finden. In letzter Sekunde wird dann lauter Deko-Müll gekauft, den die Beschenkten die nächsten Jahre immer scheinheilig für Besuche aus der Lade nehmen müssen und nach ein paar Jahren dann wegschmeißen oder weiterschenken. 

»Da ich nicht reich bin, bring ich dir viel in der Seele mit.«

- Johann Wolfgang von Goethe

 

Location: Luster Kostelnik - Lederergasse 6, 1080 Wien

Wirkliche Freude kann man anderen nur mit Taten bereiten – und diese sollten auf das ganze Jahr verteilt sein. Beim Umzug helfen, auf den Hund aufpassen, da sein, wenn gerade alles mies läuft – das alles ist um einiges wertvoller als eine Ikea-Weihnachtsvase. Letztere sagt eigentlich nur: „Es ist Weihnachten und du bist mir Wurscht!“ Die „Schenkerei“ ist in unserer Gesellschaft so fest verankert, dass man sich unwohl fühlt, wenn man mit leeren Händen dasteht – aber mit seinen Liebsten ist man doch eh so vertraut, dass man es sich ausmachen kann, sich zu Weihnachten keinen unnötigen Kram zu schenken. 

Zeit ist am wertvollsten

Wenn man wirklich viel Zeit für ein Geschenk aufopfert, man wie Goethe sagen würde, einen Teil von sich herschenkt, kann ein Geschenk natürlich schon auch wirkliche Freude bereiten. Ich habe vor ein paar Jahren die Tradition eingeführt meiner Familie jedes Jahr zu Weihnachten einen Familienausflug zu schenken, den wir dann im nächsten Jahr gemeinsam unternehmen. Zusammen Wandern gehen und in einer Hütte schlafen, alle nach Wien einladen, Essen gehen, einen Tag im Tiergarten Schönbrunn verbringen – egal was, Hauptsache wir unternehmen zusammen etwas. Wenn man älter wird und sich die komplette Familie in verschiedene Städte verteilt, ist gemeinsame Zeit das Wertvollste, das man sich gegenseitig schenken kann. Und solche Aktivitäten kosten dann meistens eh trotzdem genug, aber in gemeinsamen Momenten ist Geld allemal besser angelegt als in Krimskrams.

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Falls ihr euch doch nicht überwinden könnt, mit leeren Händen bei euren Verwandten aufzutauchen, sind selbstgemachte Leckereien ein persönliches Mitbringsel: Gebrannte Mandeln, Chutneys, Marmeladen, Kekse - die Liebe, die ihr in die Zubereitung steckt, zaubert euren Liebsten ein Lächeln auf den Mund – und falls es nix wird habt ihr auch alle was zu lachen!

Ich wünsche euch schon mal besinnliche Weihnachten – genießt die Zeit mit euren Liebsten!