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Es grünt so grün im Kleiderschrank

28. DEZEMBER 2017
 

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Samtpullover: Bianco Levrin (Silvia Milano 219€) • Tasche: Prada (Silvia Milano 669€) • Rolli: Brandy Melville  • Jeans: Zara • Schuhe: Reebok

Verantwortung tragen - auch ohne Öko-Etikett.

Wir haben's im ersten Post schon kurz angeschnitten, jetzt würde ich euch nochmal gerne genauer erklären, warum mir dieses Projekt am Herzen liegt und was ich hier überhaupt mache. #OOTD, #fashioninspo und Co. befinden sich schätzungsweise 1,3 Millionen Kilometer weit weg von meiner Intention. Klar ich zeige Mode, es geht mir aber vor allem darum, Secondhand Shops eine Plattform zu geben, um anderen zu zeigen, welche Schätze es dort teilweise zu holen gibt. Keineswegs darum, meinen eigenen Style zu präsentieren und anderen die zehnte Bluse mit hübschen Volants einzureden (mal abgesehen davon, dass ich die sowieso nie tragen würde). Bleibt noch die Frage, was ich an Secondhand Mode so mag. Seit ungefähr einem Jahr bemühe ich mich umweltbewusster zu leben. Zum Beispiel ernähre ich mich unserer Umwelt zuliebe vegetarisch (wer wissen will wieso, guckt sich am besten die Doku Cowspiracy an, gibt's auch auf Netflix). Bis der Funke tatsächlich auch auf mein Shopping- und Kleidungsverhalten übergesprungen ist, hat es jedoch ein Weilchen gedauert.

Dass Mode und Nachhaltigkeit aber keineswegs Gegenspieler sind, sondern auch Hand in Hand daherkommen können, zeigt sich immer öfter in Form von Öko-Etiketten. Kleidung, die sich mit grünem Vokabular schmückt, boomt zu unser aller Freude immer mehr – ob bio, fair oder vegan, neben kleinen Eco-Labels versuchen vermehrt auch große Modehäuser auf den Öko-Zug aufzuspringen (zumindest werblich). Zum Studieren von Etiketten gibt es allerdings eine gute Alternative um Umweltbewusstsein zu tragen. 

Kreislauf-Denken

Der Fokus des diesjährigen Copenhagen Fashion Summit lag unter anderem auf dem Begriff "Circularity". Gemeint ist das Schaffen von Kreisläufen in allen erdenklichen Varianten. Während für Hersteller Wiederverwertung und Recycling an oberster Stelle stehen, können auch wir EndverbraucherInnen unseren Teil dazu beitragen. Das bringt mich zurück zum Thema Secondhand. Habt ihr Teile, die ihr nicht mehr tragt, dann ab zu einem Secondhand Shop, sie finden dort bestimmt einen hinreißenden neuen Besitzer. (Und ich bin mir sicher, die habt ihr, denn laut einer Greenpeace-Umfrage von 2015, tragen wir ein gutes Drittel unseres Kleiderschranks sehr selten bis nie.)

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Außerdem führen wir euch ja nun regelmäßig vor Augen, wie phänomenal Secondhand Funde aussehen können. Ein Grund mehr vorbei zu schauen. Noch kurz zu diesen Stücken: der Samtpullover ist so kuschelig und dick wie eine Daunenjacke, also Outdoor-geeignet (ihr könnt von Glück reden, dass ich ihn mir nicht gleich geschnappt habe – überlegt hätte ich nämlich schon wieder). Zur Tasche kann ich nur sagen, Bilder sagen mehr als tausend Worte, wer also das nötige Kleingeld dafür hat, wird den Kauf bestimmt nie bereuen. 

Und jetzt heißt es, ab in Secondhand Shops. Verantwortung anstatt Fast Fashion zu tragen macht vor allem langfristig gesehen einfach mehr Spaß!