More selected projects

Was, wenn die Chemie nicht stimmt?

25. FEBRUAR 2018
 

tf-blog-post-titelbild_1tf-blog-post-titelbild_1

Kimono: Vintage (Bootik 54 79€) • Korsett-Oberteil: Victoria's Secret (Bootik 54 19€)  • High-Waist Höschen: Intimissimi  • Boots: Dr. Martens 

Warum neue Kleidung um nichts sauberer ist, als bereits getragene.

Second-Hand Kleidung stinkt. Von Second-Hand Kleidung kann man Flöhe bekommen. Und die Krätze. Und überhaupt ist Second-Hand Kleidung total unhygienisch. Sätze ohne Seltenheitswert. Was ich dazu sage? Man kann alles waschen. Außerdem wird Kleidung, bevor sie in Second-Hand Shops landet, sowieso meist gereinigt. Und davon abgesehen, schonmal gehört, was an neuer Kleidung so alles haftet? Die kommt nämlich oftmals inklusive Weichmacher und Duftstoffen daher. Chemikalien, die den Verkauf der Kleidung begünstigen sollen. Oftmals finden sich in Textilien auch Insektizide. Stoffe, welche die Kleidung auf ihrem langen Transportweg vor Insekten schützen (insbesondere in Asien) sollen. Reste von Farbstoffen und Bleichmittel können ebenfalls noch am schönen neuen Shirt oder der neuen Lieblingsjean hängen. Und das alles ist wahrscheinlich um die zehn Mal schädlicher für unsere Haut, als der Schweiß des Vorbesitzers bereits getragener Kleidung (oder wovor die Leute auch immer Angst haben). Negative ökologische Folgen des Einsetzens dieser Chemikalien und schlimmer noch, gesundheitsgefährdende Auswirkungen auf Arbeiterinnen und Arbeiter im Textilbereich sind weitere Faktoren, die zeigen, dass neue Kleidung in keinerlei Hinsicht schmutzbefreiter ist, als jene aus zweiter Hand. 

tf-blog-post-foto-querformat-lg_3tf-blog-post-foto-querformat-lg_3
tf-blog-post-foto-querformat-lg_1tf-blog-post-foto-querformat-lg_1

Wie gesagt, waschen kann man alles. Auch diverse Chemikalien in neuer Kleidung wird man – der Waschmaschine sei Dank – in null komma nichts los. Second-Hand Mode abzulehnen, weil sie nicht sauber ist, wird so aber zum absurden Argument.